Die folgenden Angaben beziehen sich auf unsere Fütterweise. Dies ist nicht die einzige Möglichkeit, sondern
nur unsere persönliche Handhabe.
Als Hauptnahrung bekommen die Chinchillas täglich einen Esslöffel Pellets pro Nase. Dazu dann
abwechselnd einen Tag eine Hand Heu und am nächsten einen Teelöffel Körnermischung.
Zusätzlich bekommen sie dann gelegentlich noch Mischfutter etc. Genauere Angaben unten bei der
jeweiligen Darstellung.
Pellets:
Natürlich gibt es eine Unzahl an verschiedenen Firmen, die Pellets herstellen. Wichtig ist, dass es sich auf
jeden Fall um Chinchillapellets handelt, da die Tiere ansonsten schwere Magen- und Darmprobleme
bekommen können. Sollte man nicht das Futter des Chinchillazüchters verwenden, sollte man sich dennoch
immer eine kleine Menge mitgeben lassen, damit man es mit dem neuen Futter mischen kann, so dass das
Chinchilla langsam auf neues Futter umgestellt wird.
Wasser:
Am besten kontrolliert man jeden Abend mit der Fütterung auch das Wasser und erneuert es
gegebenenfalls. Wir füllen die Flaschen nur halbvoll, damit die Chins häufiger frisches Wasser bekommen.
Heu:
Das Heu sollte nach ganz bestimmten Kriterien ausgewählt werden. Die Verpackungen im Geschäft sollten
Löcher haben, damit Luft an das Heu kommt (es sollte auch frisch riechen). Es darf nicht aus zu kleinen
Teilen bestehen, sondern sollte aus langen festen Heuhalmen sein.
Körnermischung:
Dieses dient dazu, dem Chinchilla Abwechslung zu bieten und die Stoffe zu liefern, die der Körper benötigt.
Es besteht bei uns aus 9 verschiedenen Bestandteilen und manchmal mischen wir noch getrocknete Kräuter,
wie beispielsweise Brennnessel oder Pfefferminze unter. Etwa einmal die Woche ersetzen wir die
Körnermischung durch Mischfutter.
Mischfutter:
Von diesem bekommen 2 Chins zusammen einen Teelöffel (Als Ausgleich dafür dann einen Esslöffel Pellets
mehr). Dieses eignet sich sehr gut, wenn die Tiere zunehmen müssen. Um die Tiere nicht zu dick zu
machen, wird es nicht häufiger als einmal die Woche gegeben.
Kraftfutter:
Das Kraftfutter wird ab und zu in der Dosierung der Körnermischung, also einen Teelöffel pro Tier
verabreicht. Es wird nicht als Ersatz von Körnermischung oder Mischfutter gegeben, sondern an einem
„Heu-Tag“.
Früchtetee:
Um den Chins auch ab und zu Früchte zukommen zu lassen, eignen sich hervorragend die natürlichen
Früchteteepackungen aus dem DM. Man kann sie in kleinen Mengen unter das Körnerfutter mischen oder
auch kleine Ecken als Leckerchen geben.
Kalk- und Salzleckstein:
Diese „Steine“ findet man bei uns in jedem Käfig. Sie dienen ganz einfach dazu, den Salz und Kalkgehalt
des Chinchillas stabil zu halten. Wir befestigen den Salzstein an einer Wand des Käfigs und den Kalkstein
legen wir hinein. So können die Chins – wann immer sie wollen – an die „Steine“ heran. Kalksteine sind
außerdem zur Zahnabnutzung wichtig.
Haferecken:
Diese Haferecken, bei uns „Kissen“ genannt, werden als häufiges Leckerchen vergeben. Da Chinchillas nur
karge Nahrung kennen, ist diese Leckerei zu empfehlen. Es hat nicht wie Rosinen oder andere Leckerbissen
viele Fette. Sie werden durch das viele Klettern, Spielen und Springen schnell wieder abgebaut.
Calcipot:
Diese Tabletten bekommt man aus der Apotheke. Wie der Name schon sagt, stärken sie den Kalziumgehalt
im Körper des Chins. Ein Tier bekommt eine Tablette alle 2 Wochen, Jungtiere nur eine halbe. Wenn eine
Dame trächtig ist oder ein Chin krank sein sollte, kann man die Dosis etwas erhöhen.
Obst:
Natürlich ist es auch wichtig, den Chinchillas Vitamine zuzuführen. Das Problem ist, dass der
Verdauungstrakt der Chins auf Grund ihrer Evolution nicht auf viel frisches/feuchtes ausgelegt ist. Ein Mal
im Monat ist eine kleine Ecke Obst, wie z.B. ein Stückchen Apfel oder Banane in Ordnung. Getrocknetes
Obst kann häufiger gegeben werden.