Am wohlsten fühlen sich Chinchillas, wenn sie nicht alleine sitzen. Dennoch sollte eine Einzelhaltung  nicht grundsätzlich ausgeschlossen werden. Man sollte dann nur viel mehr Zeit für das Tier haben und sich noch viel mehr darum kümmern können, so dass es sich nicht vernachlässigt fühlt. Dass Einzeltiere deutlich zutraulicher sind als paargehaltene Tiere ist ein Vorurteil – Pärchen werden bei guter Umsorgung genau so zutraulich. Was das Geschlecht angeht, kann man sowohl Jungen als auch Mädchen unter sich zusammenhalten oder gemischte Pärchen. Bei Böckchen zeigt die Erfahrung, dass das Zusammensetzen mit wesentlich weniger Reibereien vonstatten geht, wenn es im jungen Alter passiert. Bei Mädchen ist dies unproblematischer, vor allem bei verwandten Tieren. Möchte man keinen Nachwuchs, so empfiehlt sich ein sterilisiertes Pärchen oder zwei Weibchen (ggf. verwandt), zwei Jungs sind aber wie oben beschrieben nicht auszuschließen. Möchte man Nachwuchs haben, sollte man ganz besonders auf die Farbkombination achten. Der wichtigste Grund ist, dass bei bestimmten Genkombinationen Schäden der Babys auftreten können. Beispiele wären das Kombinieren zweier Velvet-Tiere oder zweier Chinchillas mit Genen der weißen Farblinie. Dann kann ein so genannter Lethalfaktor auftreten, der dazu führt, dass die Babys krank oder tot geboren werden. Tote Babys im Mutterleib können natürlich auch zur Krankheit und Tod des Muttertiers führen, wenn es nicht früh genug erkannt wird und man es nicht mehr rechtzeitig zum Tierarzt (für eine Abtreibung der toten Babys) schafft. Ein weiterer Grund ist, dass man für die Babys natürlich auch zuverlässige Abnehmer suchen muss und da häufig Tiere mit bestimmter Farbe gesucht werden, sollte man hier auch im Vorhinein gut überlegen, welche Farben man miteinander kombinieren möchte. Auch hier gilt – wie bei vielem anderen auch – dass man lieber im Vorhinein eine gute Inforecherche durchführt und Fragen an erfahrene Leute stellt, statt im Nachhinein unzufrieden zu sein. Der Vorgang des Zusammensetzens kann bei ganz kleinen (gerade von den Eltern weg) Tieren relativ zügig gehen. Meist freunden sich die Chins sehr schnell an und machen dann keine Probleme. Bei bereits größeren Tieren kann dies unter Umständen etwas schwieriger werden und man sollte keine Panik bekommen, wenn auch schon mal ein paar Fellbüchel durch den Raum fliegen. Hier sollte man dann ggf. eine etwas schonendere Zusammenführung planen – z.B. erstmals zwei Käfige nebeneinander stellen, damit die Tiere sich an den gegenseitigen Geruch gewöhnen. Dann beispielsweise gemeinsames Auslaufen, bei dem sich beide aus dem Weg gehen können. Mit und mit kann man die Tiere so aneinander gewöhnen, bis man sie schließlich gemeinsam in einem - am besten für beide fremden - Käfig leben lassen kann. Wichtig ist, dass man das Ganze beaufsichtigt durchführt. Sollte es zu Verletzungen kommen (z.B. durch einen Biss) müssen die Tiere sofort getrennt und das verletzte Tier ggf. behandelt werden.